Heidbrink, Ingo: Deutschlands einzige Kolonie ist das Meer


Heidbrink, Ingo: Deutschlands einzige Kolonie ist das Meer

Artikel-Nr.: 978-3-86927-063-0
19,90
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Die deutsche Hochseefischerei und die Fischereikonflikte des 20. Jahrhunderts.

Die Meere vor Island, Grönland und Neufundland waren im 20. Jahrhundert über viele Jahrzehnte die Haupteinsatzgebiete der deutschen Hochseefischereiflotte. Die Fischdampfer und Fang-Fabrikschiffe arbeiteten oft nur wenige Seemeilen von den Küsten dieser nordatlantischen Inseln entfernt - das sorgte zunehmend für Konflikte.

Einerseits schufen die guten Fänge im Nordatlantik die Basis für den wirtschaftlichen Aufschwung der Fischereistandorte an der deutschen Küste, andererseits lösten sich die Inseln von ihren bisherigen europäischen Mutterstaaten und entwickelten eigene Interessen - nicht nur politische, sondern auch ökonomische, und insofern waren die Inseln zwingend auf die Souveränität und die Ressource Fisch angewiesen. Das Prinzip der "Freiheit der Meere" war an seine Grenzen gelangt, und es entstanden Fischereikonflikte zwischen den europäischen Nationen und den Uferstaaten der Fanggebiete. Sie kulminierten in den 1970er Jahren in den so genannten Kabeljaukriegen mit Island. Die vorliegende Untersuchung analysiert erstmals auf wissenschaftlicher Basis die deutsche Rolle in diesen Konflikten und zeigt die Konsequenzen der Auseinandersetzungen für die deutschen Küstenregionen auf. Sie erklärt damit zugleich, dass der drastische Abbau der deutschen Hochseefischereiflotte seit den 1980er Jahren keine unvorhersehbare Entwicklung war, sondern dass vielmehr ihr schnelles Anwachsen knapp ein Jahrhundert zuvor ausschließlich auf dem kolonialen Status der Ufergebiete basierte.

ISBN 978-3-86927-063-0, 1. Auflage 2004, erschienen im Convent-Verlag, 260 Seiten, 21 x 26,5 cm, gebunden mit Schutzumschlag, zahlreiche Schwarzweiß- und Farbabbildungen, gebundener Sonderpreis Euro 19,90 (vorher Euro 39,90)

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